Inzwischen kann es als erwiesen angesehen werden, dass Vitanal sauer/kombi den gefürchteten "Schwarzen Pilz" erfolgreich bekämpft. Dieses Mittel kann als absolut ungefährlich angesehen werden (es stinkt halt), obwohl es eine geringe Menge Salpetersäure enthält. Vielleicht ist das sogar das Geheimnis des Erfolgs, denn der sehr niedrige pH-Wert entzieht wahrscheinlich dem Pilz (weiß eigentlich jemand genau, was dieser ominöse "Schwarze Pilz" genau ist?) die Lebensgrundlage.
Sowohl in meiner Sammlung (hauptsächlich bei S. camargoensis), als auch in der Sammlung von Hansjörg Jucker - und der hatte enorme Probleme mit dem Pilz bei Aylostera, Lobivien und bei manchen Sulcos - ist der Pilz ausgerottet. Ich bin bei der Bekämpfung wie folgt vorgegangen: Die betroffenen Pflanzen werden einige Wochen lang mehrmals mit einer wässrigen Lösung (bis zu 30ml/Liter) von Vitanal sauer/kombi kräftig gesprüht. Bei besonders hartnäckigen Fällen habe ich die infizierten Stellen zu Beginn der Behandlung mit einer Lösung von 10ml Vitanals in 90ml Wasser bepinselt.
Mai 2010
Leider habe ich momentan nicht die Muse, meine "Wer bin ich" Seite neu zu gestalten. Deswegen hier erst einmal ein paar Sätze zur aktuellen Entwicklung.
Ursprünglich hatte ich geplant, aus Altergründen meine Frühbeete auf Garage und Schuppen in den nächsten Jahren nach und nach zu eliminieren und alle Sulcos zu ebener Erde unterzubringen. Die Umstände haben mich nun gezwungen, diesen Prozess etwas zu beschleunigen und ich kann heute verkünden: auf dem Dach der Garage stehen keinerlei Kakteen mehr. Schon im letzten Jahr habe ich das Gewächshaus im Garten weitgehend geleert indem ich mich von einem Großteil meiner Propfungen getrennt habe. Das ergab Platz für über die Hälfte aller Pflanzen, die in den Frühbeeten auf dem Garagendach standen (und es hat mir einige Euros an Heizkosten eingespart). Vor Ostern habe ich nun ein neues Frühbeet mit einer Stellfläche von 300 mal 100 cm gebaut. Dieses steht vor dem dunklen Flechtzaum, den man auf dem Winterbild der "Wer bin ich" Seite unten links sieht, neben der Garage. Die Sulcos erhalten zwar nicht mehr ganz soviel Sonne wie vorher, aber ansonsten ist dieser Stand ideal. Von den Frühbeeten auf dem Garagendach sind einige schon abgebaut, die Heizungen etc. sind schon komplett demontiert und der restliche Rückbau erfolgt im Laufe des Jahres. Mein Ziel ist es auch die Frühbeete auf dem Schuppen zu räumen, aber das hängt von unterschiedlichsten Faktoren ab, wie schnell das gehen kann. An dieser Stelle schon einmal ein Bild des neuen, noch leeren Frühbbeetes. Ein aktuelles Bild mit blühenden Sulcos folgt in den nächsten Tagen.
25.2.2010
Achtung: Vitanal
für Informationen und zum Bestellen von Vitanal gibt es eine neue Internetadresse:
Der Winter war lang und kalt. Die Energiekosten für die Kakteen werden gnadenlos auf das Budget durchschlagen. Trotzdem, der Frühling naht. Da es im Laufe des Winter viele andere Dinge zu tun gab, ist es erst jetzt wieder möglich, Vorarbeiten für die 7. Auflage des "Kompendiums" zu beginnen. Eine nahezu endlose Flut neuer Feldnummer muss erfasst werden. Es wird völlig neue Listen geben und wahrscheinlich eine neue zusätzliche Cross-Referenz-Liste. Sollte der eine oder andere Besucher dieser Seite eigene Feldnummern haben und es wünschen, dass sie ins "Kompendium" aufgenommen werden, bitte ich um eine Nachricht. Um es ganz klar zu sagen, wir akzeptieren nur noch gesicherte Feldnummern, d. h. solche mit einwandfreien GPS-Daten. Wir garantieren dafür, dass diese Daten vertraulich behandelt werden. Sie dienen nur dazu, ihre Qualität zu überprüfen und sog. Cross-Referenzen standortidentischer Daten zu erstellen. Ein Erscheinungsdatum für die 7. Auflage kann noch nicht genannt werden.
26.06.2009
Ab sofort stehen auf der Seite "Kontakt" (ganz unten) einige Artikel unter meiner Beteiligung aus Echinopseen zum Download bereit.
22.6.2009
Unglaublich! Nun ist meine Homepage schon über 10 000 mal aufgerufen worden und das, obwohl ich in diesem Jahr noch kaum dazu gekommen bin, etwas Neues ins Netz zu stellen. Leider kann ich momenatn auch keine Besserung geloben, denn gesundheitliche und zeitliche Probleme verhindern momentan mein Engagement. Auf jeden Fall bedanke ich mich sehr bei allen Besuchern meiner Seiten. Schade, dass ich nicht nachvollziehen kann, wer der 10 000ste Besucher war. Bitte halten Sie mir die Treue. Vielleicht schaffe ich es ja doch evtl. ein paar aktuelle Bilder hochzuladen.
21.3.2009
"Sulcorebutia" als E-Book
Gerade habe ich in Erfahrung gebracht, dass der Ulmer-Verlag das Sulcorebutia-Buch von Augustin, Gertel und Hentzschel als E-Book anbietet. Preis €14,90.
Das E-Book liegt als PDF-Datei vor, die man herunterladen kann, nachdem die Kaufformalitäten abgeschlossen sind. Man muss bei diesem Vorgang ein Kundenkonto bei Ulmer eröffnen und erhält nach einigen Minuten ein E-Mail mit einem Link, über den der Download erfolgt. Hierzu muss man sich in sein Kundenkonto einloggen.
Das E-Book besteht, wie gesagt aus einer PDF-Datei, die die gescannten Seiten des Buches enthält. Die Umschlagseiten hat man ausgespart. Soweit ich das bis jetzt gesehen habe, kann man das E-Book natürlich am Bildschirm lesen und man kann es ausdrucken, wobei hochauflösende Ausdrucke gesperrt sind. Sowohl beim Lesen als auch beim Ausdrucken macht sich die recht geringe Auflösung der Scans negativ bemerkbar. Etwas störend ist auch, dass auf jeder Seite oben und unten die Lizenz mit Namen und Adresse des Lizenznehmers eingeblendet ist. Die Bilder erscheinen mir (auf meinem Monitor und Drucker) etwas dunkel.
Neben der Tatsache, dass dieses E-Book eine nette Spielerei für Leute ist, die "Gedrucktes" nicht mögen, ist die Möglichkeit über die Textsuche schnell und effizient an gewünschte Informationen zu kommen, der eigentliche "Knüller" dieser PDF-Datei.. Leider ist es nicht möglich Text zu markieren und zu kopieren (das wäre für mich natürlich manchmal interessant). Sollte ich etwas vergessen oder übersehen haben, was man mit dem E-Book noch anfangen kann, wäre ich für eine Mitteilung dankbar.
4. Teil der Revision der Gattung Sulcorebutia in Cactus & Co.
Ebenfalls erwähnenswert ist, dass im Heft 4/2009 der italienischen Zeitschift Cactus und Co. der 4. Teil der Revision der Gattung Sulcorebutia von Willi Gertel und Johan de Vries erschienen ist. Dieses Kapitel befasst sich mit den Arten Weingartia mentosa und purpurea. Trotz des unveränderten Titels wurde der Artikel nachträglich umgeschrieben und trägt der Einbeziehung der Gattung Sulcorebutia zu Weingartia Rechnung (Trotzdem bleiben für uns die Sulcos Sulcos!!!). Wie bei Cactus & Co. üblich ist die Aufmachung des Artikels einfach großartig. Auf 29 Seiten sind die bearbeiteten Arten mit 78 z.T. großformatigen Bilder eindrucksvoll dargestellt.
21.7.2008
Der Eine oder Andere wird sich vielleicht wundern, dass es immer noch die Sulcorebutia-Homepage gibt, obwohl es schon seit einigen Wochen gar keine Sulcorebutien mehr gibt :-)). Der Grund dafür ist die komplette Umkombination aller Sulcorebutien zu Weingartia durch Hentzschel & Augustin (Gymnocalycium 2/2008). Die Autoren begründeten diesen Schritt mit dem Fehlen von echten morphologischen Unterschieden, mit "erfolgreichen" Hybridisierungen und auch mit den Ergebnissen molekularbiologischer Untersuchungen des Studienkreises Südamerikanischer Kakteen (SSK e.V.). In den Augen einiger Mitglieder dieses Studienkreises ist die Beweisführung zwar ziemlich dürftig, aber die DNA-Untersuchungen, die an der Uni Jena durchgeführt worden sind, sprechen im Prinzip für einen solchen Schritt.
Ich persönlich, und auch mein Partner bei vielen Veröffentlichungen, Johan de Vries, vertreten die Ansicht, dass es aus verschiedenen Gründen Sinn macht, die nun sehr große und ziemlich heterogene Gattung "Weingartia" in mehrere Untergattungen zu unterteilen, auch wenn die DNA-Analysen eine solche Unterteilung nicht unbedingt unterstützen. Wir sind der Meinung, dass es genügend morphologische Unterschiede gibt, die die Aufteilung in mehrere Untergattungen rechtfertigt. Eine davon müsste "subgen. Sulcorebutia" sein. Ich denke, das ist auch sehr im Sinne vieler Kakteenleibhaber. Falls es nicht jemand anderes tut, werden wir in dieser Hinsicht aktiv werden und nicht zuletzt aus diesem Grund, nach wie vor von Sulcorebutien reden. Nichts desto weniger werde ich auf der Seite "Gliederung" die korrekten Namen innerhalb der Gattung Weingartia nach und nach einführen. Da hier aber gegenüber den Umkombinationen von Hentzschel & Augustin noch viele Änderungen notwenig werden, wird das einige Zeit dauern und ich werde das derzeitige Einteilungsschema erst ersetzen, wenn es komplett überarbeitet ist.
1.2.2008
Die Beschreibung von Sulcorebutia tarviataensis Gertel & Lechner ist in Kakt. and. Sukk. Heft 2/2008 erschienen. Für das missratene Bild einer Frucht dieser Art, können die Autoren nichts. Die Redaktion wurde sogar am 6.1.2008 beim letzten Korrekturgang darauf aufmerksam gemacht und gebeten, das Bild so abzudrucken, wie es übermittelt worden ist.. Ebenso wurde moniert, dass in der Bildunterschrift der Bilder auf S. 34 und 36 jeweil der Klon 4 von G334 erwähnt wird was falsch ist (dieser Fehler stand allerdings schon im Manuskript). Auch hier wurde nicht korrigiert. Bei der Abb. auf S. 36 handelt es sich um Klon 5, der insgesamt etwas heller ist als die anderen Pflanzen und auch eine etwas hellere Blüte hat.
Frucht von S. tarvitaensis G334
3.12.2007
Inflationäre
Entwicklung der Namen bei Sulcorebutia frankiana Heute bin ich in den Besitz eines Artikels von R. Slaba und
V. Sorma in der tschechischen Kakteenzeitschrift Kaktusy gekommen. Dort werden
3 neue Varietäten von S. frankiana beschrieben und weitere 4 provisorische
Arbeitsnamen von Varietäten erwähnt. Anscheinend haben es sich die beiden
Autoren zur Aufgabe gemacht, jeder Minipopulation einen Namen zu geben. All
diese Populationen sind uns schon seit Jahren bekannt und so können wir ruhigen
Gewissens feststellen, dass keiner dieser Namen irgendeine Daseinsberechtigung
hat. Bei der var. rectispina handelt
es sich um völlig normale Frankianas mit einheitlich roten Blüten (=G290), die
sich in nichts von den Formen unterscheidet, die man in der Umgebung von Alamos
findet. Bei der var. intermedia sind
erheblich Zweifel angebracht, ob es sich überhaupt um reine Frankianas handelt
(=VZ310). Bei den uns vorliegenden Pflanzen aus dieser Population drängt sich
der Verdacht auf, dass es sich um Übergangsformen vielleicht auch um Hybriden
von S. frankiana und S. pulchra, die ja auch dort in der Gegend wächst, handeln
könnte. Schließlich bei var. variabilis
handelt es sich definitiv nicht um S. frankiana, sondern um Pulchra–Formen, die
zwischen z.B. HS78 und HS78a stehen.
Auch die provisorischen „Varietäten sind schnell
abgehandelt. Die var. gracilis nom
prov. entspricht Rauschs var. aureispina.
Die Pflanzen an diesem Fundort sind tatsächlich ziemlich zierlich, meist braun
bedornt und man findet mit etwas Glück auch solche mit gelben Dornen (=G46). Bei
der var. gigantea handelt es sich um
meine G47a von Atocani. Die Pflanzen werden an dem Standort (vermutlich wegen
des reichlich vorhandenen Kuhmistes) ziemlich groß, sind aber nach ein paar
Jahren in Kultur kaum von anderen Frankianas zu unterscheiden. Die var. lilacina n. prov. ist eine ganz normale
Frankiana mit einheitlich violetten Blüten (=G286) und für var. polymorpha gilt
wiederum das über die var. intermedia
Gesagte.
Fazit: Viel Lärm um nichts oder vielleicht ein Marketing–Gag,
denn neue Namen lassen sich hervorragend vermarkten. S. frankiana ist nicht nur
eine wunderschöne Art, sie hat nun auch eine große Zahl an Synonymen
17.8.2007
Im "American Journal of Botany", einem
der weltweit renommiertesten Botanik-Journale, ist im Augustheft ein Artikel
von Frau Dr. Christiane Ritz und ihren Mitarbeitern erschienen, in dem die
Ergebnisse von DNA-Untersuchungen veröffentlicht werden, die an der Universität
Jena unter maßgeblicher Beteiligung der "Studiengemeinschaft
Südamerikanische Kakteen e.V." (SSK) durchgeführt worden sind.
Herausragendes Ergebnis dieser Studie ist, dass die Gattung Rebutia sensu Hunt
et al. nicht monophyletisch ist. Konkret wurde festgestellt, dass Aylostera und
Mediolobivia nicht näher mit Rebutia s.str. verwandt sind und dass Sulcorebutia/Weingartia
eine Schwestergattung von Rebutia ist. Rauschs Annahme, dass Mediolobivien
kleine Lobivien seien, konnte nicht bestätigt werden. Erstaunlicherweise hat
sich gezeigt, dass Aylostera und Mediolobivia, die ja schon seit Jahrzehnten
unter Rebutia geführt worden sind, weniger nah mit Rebutia verwandt sind als
die Sulcorebutia/Weingartia-Gruppe. Auch eine nahe Verwandtschaft von
Sulcorebutia/Weingartia mit Gymnocalycium konnte ausgeschlossen werden.
Bedeutsam für den Sulcorebutiafreund ist das Ergebnis, dass Sulcorebutien und
Weingartien (ebenso wie Cintia) auf Gattungsebene nicht zu trennen sind. Gleiches
gilt für Aylostera und Mediolobivia.
Wer sich näher mit den Ergebnissen dieser Studie beschäftigen will, kann den
Artikel gegen Gebühr von US$7,- von der Hompage des "American Journal of
Botany" herunterladen.
Nun habe ich endlich etwas "Negatives" zu Vitanal gefunden :-) Ich muss in diesem Jahr feststellen, dass, bedingt durch die sehr starke Wurzelbildung dank Vitanal, meine Vierecktöpfe entweder nach und nach rund werden oder einfach auseinander platzen.
11.5.2007
Vitanal 1
Nachdem ich mehrere Anfragen betreffend Vitanal 1 erhalten habe, habe ich mich versucht schlau zu machen, denn auf der Vitanal-Internetseite wird das ja nicht ohne weiteres klar. Vitanal 1 hat nun den Zusatz "Wachstumsstarter" erhalten, weil es die Regeneration des Wurzelsystems besonders begünstigt. Wer sich zu diesem Thema weiter informieren will, sollte sich die "Vitanalbeschreibung allgemein" auf der Vitanal-Internetseite unter "Infos" ansehen. Ich kann Interessierten auch ein Mail von Herrn Dr. Rech zusenden, in dem etwas zu Vitanal 1 und Vitanal für Kakteen erklärt wird.
Folgende
Internetseiten könnten für Sie von Interesse sein (Sie können mir gerne
Vorschläge unterbreiten, wie ich diese Liste erweitern kann):
Sulcoseite von Claude Bourleau (in Französisch und Englisch) Claude Bourleau hat mit großem Aufwand eine sehr ansprechende Sulcorebutiaseite gestaltet. Neben vielen Bildern, übersichtlich nach Taxa gegliedert, findet man jede Menge nützlicher Informationen. Außerdem stehen verschiedene Veröffentlichungen in englischer und französischer Übersetzung und teilweise sogar im Originallayout zum downloaden zur Verfügung.